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Otto Piene: Nach dem Regenbogen

Otto Piene
Nach dem Regenbogen

Ein Regenbogen ist ein seltenes Phänomen, das entsteht, wenn Sonnenlicht auf eine Regenwand scheint. Durch die kreisrunden Wasserkugeln werden die weißen Lichtstrahlen wie durch ein Prisma Prisma gelenkt, sodass sich das Licht in seine Spektralfarben fächert. Von oben nach unten werden dann die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Indigo, Blau und Violett sichtbar, die Otto Piene in seinen Druck „Nach dem Regenbogen“ zu projizieren scheint. Für den Künstler bedeuten die Farben des Regenbogens die Artikulation des Lichts, in dem er die Sphäre alles Lebens sieht: „das Element von Mensch und Bild und Mensch, eingefangen, gesammelt, gesteigert in der Vibration, die Autor, Bild und Betrachter ergriffen hat.“[1] Im Bild führt der Künstler zum Ursprung des Lichtes, der Farbe und schließlich auch des Bildes zurück, denn im Zentrum des Spektrums schwebt schwarz rußend das Bild der Sonne. Ihr scheinen verbreitet für den Künstler eine friedliche Botschaft, die sich am Himmel manifestiert, sobald ein Regenbogen an ihm steht. Ein versöhnliches Zeichen des Friedens, das er bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 1972, nach dem Attentat auf vier Sportler, über den Olympiasee spannte.


[1] Otto Piene, Was ist ein Bild?, in: Vision in Motion – Motion in Vision, Ausst.-Kat. Hessenhuis, Antwerpen, Belgien 1959

Die Edition.

  • Motiv: Nach dem Regenbogen
  • Entstehungsjahr: 1972
  • Drucktechnik: Farbsiebdruck
  • Papiermaße: 99 x 69 cm
  • Auflage: 150 Exemplare zzgl. 30 e.a.
  • Verfügbarkeit: 15 verfügbar 
  • Signatur: signiert und nummeriert von Otto Piene

Der Handelsblatt Exklusivpreis beträgt 4.200 €

Erscheinungstermin
22.10.2018