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Otto Piene: Lichtballet IV

Otto Piene
Lichtballet IV

 „Ich muss gestehen, dass ich in meiner Arbeit immer dann am glücklichsten war, wenn sie eine überraschende Wendung nahm“, sagte Otto Piene einmal über seine Kunst. So ist der Zufall, der an Bedeutung gewinnt und demnach auch sein Schaffen bestimmt. Im „Lichtballett IV“ geschieht nichts bloß willkürlich, denn die Farbe wird geplant gedruckt, doch im Bild inszeniert der Künstler ein Muster, dessen Vorbild in der geordneten Unordnung seiner „light performances“ liegt. In ihnen gestaltete Piene den Raum durch bewegtes Licht, das durch perforierte, rotierende Kugeln und Kuben auf die Wände geleitet wird. Die leuchtenden Formen auf Schatten zeichneten nur ein flüchtiges Bild und wirkten auf den Betrachter wie unvorhergesehen. Durch die Verbindung zum Raum bringt Piene die Wendung, die überraschend für den Empfänger ist. Denn im Druck tanzt kreisend gerastert das in Farben übersetzte Licht, das Piene im Raum an die Wände und im Bild auf den weißen Grund bricht. Dort bleibt es gefangen auf planem Papier, es diente dem Künstler als Bühne, auf dem er das Spiel zwischen Hell und Dunkel in ein ewiges Standbild versetzt.

Die Edition.

  • Motiv: Lichtballet IV
  • Entstehungsjahr: 1964/ 1972
  • Drucktechnik: Farbsiebdruck
  • Papiermaße: 45 x 54 cm
  • Auflage: 100 Exemplare zzgl. 30 e.a.
  • Verfügbarkeit: 20 verfügbar 
  • Signatur: signiert und nummeriert von Otto Piene

Der Handelsblatt Exklusivpreis beträgt 1.700 €

Erscheinungstermin
22.10.2018