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Otto Piene: Gelber Sonnentau

Otto Piene
Gelber Sonnentau

Feuer spielt in den Werken von Otto Piene eine zentrale Rolle, denn es ist Inhalt und Werkzeug eines Großteils seiner Bilder, wie beispielsweise die Rauchzeichnungen, Feuerbilder und Feuergouachen. Letztere dienten dem Künstler häufig als Vorlagen für seine farbigen Serigrafien und so auch dem Druck mit dem Titel „Gelber Sonnentau“. In ihm schwebt im Zentrum einer gelben-strahlenden Fläche eine kreisrunde Form, deren Oberfläche von Blasen, Krusten und rauchenden Spuren überzogen ist. Diese  entstanden durch das Anbrennen und Löschen von Farbe auf dem originalen Blatt. Der Künstler muss die Gouache dabei so dick aufgetragen haben, dass die Farbe durch die sengende Hitze der Flammen schmolz und in einem brodelnden, schwarz-gelben Rinnsal nach unten floss. Beim Prozess des Verbrennens ging es Piene dabei weniger um die zerstörerische Kraft des Feuers als darum, die lodernde Hitze, die Urkraft des Elements zum Vorschein zu bringen. Nur weil er das abgekühlte Bild „Gelber Sonnentau“ nennt, verleiht der Künstler dem Bild durch Assoziation einen Sinn. Denn erst durch den Titel erkennt man in dem Bild eine emporwachsende Blume, von deren verschlossener Knospe im goldgelben Morgenlicht runden Tautropfen rinnen.

Die Edition.

  • Motiv: Gelber Sonnentau
  • Entstehungsjahr: 1972
  • Drucktechnik: Farbsiebdruck
  • Papiermaße: 97 x 67 cm
  • Auflage: 50 Exemplare zzgl. 5 e.a.
  • Verfügbarkeit: 15 verfügbar 
  • Signatur: signiert und nummeriert von Otto Piene

Der Handelsblatt Exklusivpreis beträgt 3.500 €

Erscheinungstermin
22.10.2018